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Pause! Pommes! So geht Familien-Fahrrad-Urlaub

Karen Rike


23. August 2021

Es ist Juni. Auf Arbeit habe ich spät aber doch den Sommerurlaub offiziell eingereicht – synchron zur Kitaschließzeit. Zuhause klebe ich am Familienwandkalender blaue Pünktchen in eine Reihe. Damit markiere ich jeden Ferientag mit einem Punkt. Und stelle fest: So viele Pünktchen! So viele Tage die da vor mir und meiner Tochter liegen. Pläne? Keine. Träume? Viele!

  • Tour: Die 200 km lange Radtour führt uns von der Oberlausitz / Sachsen nach Eberswalde / Brandenburg 
  • Etappen: Die Tour teile ich in sieben Etappen zwischen 65 und 15 km Länge. Alle zwei bis drei Tage wird geradelt. Berlin wird mit dem Zug durchquert.
  • Räder: Wir können uns ein Cargo-Tandem mit Elektroantrieb ausleihen! Bei dem Rad kann meine Tochter wahlweise mit pedalieren oder pausieren.
  • Unterkunft: An zwei Stationen buche ich fixe Unterkünfte, sonst wird gezeltet. Die Campingplätze werden reserviert. Pflichtprogramm: Ponyreiten und Paddeltour im Spreewald!
  • Ausstattung: Für die Copilotin gilt nach vier Jahren immer noch die Baby-Radreise-Packregel: Drei Garnituren von Allem, ein warmer Pyjama, ein Paar Gummistiefel.
  • Glamping Zuckerl: Die Bluetooth-Box mit offline Playlist für die Radpartie kommt in die Lenkertasche. Die darf nie fehlen!
  • Navigation: Offlinekarten der geplanten Tour werden auf dem Smartphone installiert.

Die Kinder radeln. Und wie!

Grauer Beton + blaue Beeren:
 Hier kommt die nächste #Fahrradgeneration

Die nächsten zwei Wochen folgen wir dem Reiseplan und gleiten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 11 km/h durch Kiefernwälder, Alleen, Felder – immer der Spree entlang. Die Kinder radeln. Und wie!

Etappe 1: 26 Kilometer!
Etappe 2: 15 Kilometer!
Etappe 3: 36 Kilometer! Wow!!

Der Siebenjährige und die Fünfjährige haben solide Kinderräder mit Gängen, Gepäckträger und Packtaschen. Die Vierjährige mimt am 16-Zoll-Eingang-Fahrrad die singende Nähmaschine – ohne Gepäck. Der kleinste Copilot ruht während der Fahrt in der Babyhängematte des Fahrrad-Kinderanhängers. Der Hänger wurde für die Tour ebenfalls ausgeliehen.

Der Weg ist das Ziel. Time is now. Und sowieso: Es ist Sooooommer!

Das Pausenprogramm abseits der Straße besteht aus Pommes, Plantschen, Poposchütteln! Wir sitzen oft viele Stunden im Radsattel. Zu meiner Überraschung ist kein Kinder-Abschleppen mittels Hilfswerkzeugen notwendig! Während der Fahrt reimen, singen, streiten wir und überlegen uns lustige Spiele. Wir folgen mit Freude dem kleinen Teuferl (Tagebauradweg) oder der fetzigen grünen Gurke (Spreewaldradweg), schieben am Seeadlerradweg die Räder über sandige Dünen mit Mückeninvasion (demoralisierend), genießen soweit möglich das DDR-Betonplattenweg-Pavé und lauschen dem Förster im Blaubeerwald. Er erzählt uns von den Wölfen die durch diese Gegend streifen.

Tempo + Distanzen: Das selbst fahrende Kind

Mehr als 40 km pro Tag am Rad sind nicht drin wenn die Kinder selber radeln. Kinder lassen sich nämlich nicht einfach so „beschleunigen“. Es geht so schnell voran, wie es voran geht. Auch für uns „Große“ sind mehr als 40 km mit selbst fahrenden Kindern zu viel, wenn nach der Radtour noch Futter-Orga und Zelt-Aufbau auf dem Programm stehen.

So kommt es, dass die Copilotin und ich die Etappen mit mehr als 35 km mit dem E-Cargo-Tandem ohne die anderen zurücklegen. Steffen, Simone und die Kinder überbrücken bzw. verkürzen diese Strecken mit der Bahn. (Zufälligerweise verläuft die geplante Tour entlang einer Bahnlinie.)

Karens kompletten Beitrag kannst du hier weiterlesen:

www.kinderaufsrad.org


Über die Autorin. Karen Rike lebt mit ihrer Familie in Eberswalde/Brandenburg. Sie reist bzw. radelt mit ihrer Tochter überall dort herum, wo sie mit Zug und Rad hinkommt und engagiert sich für die Verkehrswende: beruflich bei cargobike.jetzt, privat als Fahrradbotschafterin, ehrenamtlich als Co-Initiatorin der Kidical Mass Eberswalde sowie als Co-Initiatorin und Kurierin des lokalen Lastenrad-Lieferservice.

Alle Fotos © Karen Rike Greiderer

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