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Rund um Deutschland

Erik, Felix und Henrik


31. August 2020

Nun sind wir also fast zwei Monate mit dem Rad unterwegs gewesen, haben viele Teile Deutschlands und einiges von Österreich, Belgien und den Niederlanden gesehen und sind über 5000 Kilometer gefahren. Wir waren viel zu dritt unterwegs und viel zu zweit, wir hatten einige Rückschläge, aber deutlich mehr tolle Erfahrungen und hatten mit so vielen verschiedenen Menschen zu tun. Unendlich viele Eindrücke dieser 55 Tage galt es jetzt erstmal zu verarbeiten. 

Die erste Radreise nach dem Schulabschluss

Dies war für uns alle das erste Mal, dass wir eine Radreise, oder sogar eine längere Fahrradtour, unternahmen.  Durch lange Planung und gute Vorbereitung vermissten wir an Ausrüstung während der Tour nichts, hatten aber auch nicht wirklich viel Überflüssiges dabei.

An den ersten Tagen mussten wir noch etwas herausfinden, wie wir alles packen und aufbauen, doch es setzte schnell eine gewisse Routine ein, wodurch wir morgens und abends immer schneller wurden, und mehr Zeit auf dem Fahrrad verbringen konnten. 

Die Ausrüstung spielte super mit und es ging nicht größeres kaputt. Außer ein paar kleineren Reparaturen hielten auch die Räder sehr gut durch, obwohl diese wirklich sehr stark strapaziert wurden. Eigentlich eher für Asphalt ausgelegt, war es für die Fahrräder kein Vergnügen mit all dem Gepäck die eine oder andere Geröllpiste durch die Alpen zu fahren.

In unseren Zelten haben wir uns immer gut aufgehoben gefühlt.

Fernradwege

Unsere Route hatten wir entlang mehrerer bekannter Fernradwege geplant. Diese bieten sich an, da die Wege dort eigentlich immer sehr gut ausgebaut und beschildert sind.

Ostseeküstenradweg: 300 Kilometer Priwall – Rügen

Der Ostseeküstenradweg führte uns von Priwall aus die ersten 4 Tage an der Ostsee entlang bis nach Rügen. Der Weg ist zum großen Teil asphaltiert und überall super ausgeschildert und gut mit dem Fahrrad befahrbar. Der Weg führt zwar zum großen Teil nicht direkt an der Ostsee entlang, aber man kann sie immerhin immer mal wieder sehen und fährt dafür viel im Schatten. Auch ist der Radweg sehr abwechslungsreich und man fährt entlang der Steilküsten mal hoch und runter durch den Küstenwald, aber auch entlang der Dünen, fast direkt am Wasser entlang. Außerdem geht es immer mal wieder durch nette, kleine, touristische Orte, welche tolle Infrastruktur zu bieten haben, welche man auch auf Radreise nutzen kann. Ein großer Pluspunkt ist, dass auch die Supermärkte in diesen Orten Sonntags geöffnet haben.

Elberadweg: 430 Kilometer Jerichow – Pirna; Cuxhaven – Hamburg

Auf den Elberadweg trafen wir bei Jerichow und folgten diesem über Magdeburg und Dresden für drei Tage bis nach Pirna. Fast der gesamte Weg ist asphaltiert und super zu befahren. Die Route folgt nicht die ganze Zeit am Fluss entlang, sondern führt auch immer wieder durch die Elbmarschen und Auwälder, sowie durch kleine Orte und Städte, mit einigen historischen Bauten. Das zweite Mal befuhren wir den Elberadweg von der Mündung in die Nordsee bis nach Hamburg. Auch hier war die Strecke wieder super ausgebaut und wir kamen an dem einen Tag schnell voran. In Hamburg angekommen führt der Weg direkt durch die schönen Ecken der Stadt, so dass sich auch der Teil der Strecke als toller Fernradweg präsentierte.

Donauradweg: 180 Kilometer Kelheim – Passau

Nach vielen Kilometern am Main-Donau-Kanal trafen wir bei Kelheim auf den Donauradweg. Dieser ist wohl der bekannteste Fernradweg Europas. Wir befuhren ihn aber nur für ca. 180 Kilometer über Regensburg bis nach Passau. Auf dieser Strecke konnten wir einiges sehen und verstehen, warum viele Radreisende diese Strecke auswählen. Es gibt keine Steigung und der Weg ist super ausgeschildert und ausgebaut. Der Donauradweg ist zwar nicht immer asphaltiert, aber auch der Kies ist gut zu befahren. Da die Gegend sehr touristisch ist, findet man viele Möglichkeiten, um als Radfahrer zu Übernachten oder andere Bedürfnisse des täglichen Lebens auf dem Sattel zu stillen.

Salzkammergutradweg: 140 Kilometer Oberhofen am Irrsee – Hallstatt

In Österreich befuhren wir den Salzkammergutradweg entlang der Ufer des Irrsees, des Mondsees, des Attersees, des Traunsees und des Hallstätter Sees. Der Weg bot uns fast die gesamte Zeit ein wirklich atemberaubendes Panorama. Dies war auf der ganzen Reise die schönste Etappe, da die gesamte Zeit über die türkisen Seen mit dem tollen Bergpanorama und grünen Bäumen zu sehen waren. Mit Hallstatt konnten wir ebenfalls noch einen wirklich malerischen Bergort besuchen. 

Der Radweg ist perfekt zu finden und die ganze Zeit asphaltiert. Teilweise führt die Route auch auf der Bundesstraße entlang, doch dies ist in Ordnung, da dort so viele Radfahrer unterwegs waren, sodass die Autofahrer sehr vorsichtig fuhren und Rücksicht nahmen. Obwohl man die ganze Zeit zwischen hohen Bergen durch die Alpen fährt, führt der Weg mit wenigen Höhenmetern geschickt durch die Täler und am Ufer der Seen entlang. So ist es nicht wirklich anstrengend diese Gegend mit dem Fahrrad zu erkunden.

Bodensee-Königssee-Radweg: 300 Kilometer Königssee – Bad Tölz; Füssen – Wasserburg

Den größten Teil unserer Route vom Königssee bis zum Bodensee, haben wir uns am Fernradweg orientiert, der die beiden Seen verbindet. Bis auf einen Abstecher zwischen Bad Tölz und Füssen sind wir knapp 300 Kilometer auf dem Fernradweg gefahren. Dieser führt am Nordrand der Alpen entlang. So spart man sich einiges an Höhenmetern und sieht trotzdem vieles der Alpen. Durch das schöne Chiemgau und das Allgäu fuhren wir so zum Bodensee.

Bodenseeradweg: 70 Kilometer Wasserburg – Ludwigshafen

Am Ufer des Bodensees entlang führt der Bodenseeradweg. Als erstes ist uns dort das einzigartige Klima aufgefallen. Du fühlst dich, als wärst du am Mittelmeer, es wachsen Palmen und Früchte. Den Radweg befuhren wir leider nur über 70 Kilometer, aber dennoch konnten wir einiges vom Bodensee sehen. Der Radweg führte uns meist auf der Uferstraße durch die verschiedenen Orte entlang des Ufers.

Erkenntnisse der Reise

Menschen sind um ein vielfaches hilfsbereiter und offener als man denkt. Es mag vielleicht auf den ersten Blick etwas schnulzig klingen, wir meinen das aber vollkommen ernst. Wir sind unterwegs oftmals in Situationen gekommen, in denen wir offen auf Leute zugegangen sind, nicht nur mit einer Frage, sondern oftmals auch mit einer Bitte. Beispielsweise auf der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten. Oft hatten wir dabei auch die unterbewusste Befürchtung nur schief angeguckt oder belächelt zu werden, wenn nicht schlimmeres. Diese Befürchtung hat sich in zwei Monaten mit unzählbaren Begegnungen aber nie bestätigt. Eher das Gegenteil trifft zu. Aus der ein oder anderen von uns gestellten Frage, wurde schnell ein geselliges Beisammensein und eine neue Bekanntschaft, wenn nicht sogar eine Freundschaft. Eine Freundschaft mit Menschen, die wenige Stunden zuvor noch Fremde gewesen waren und mit denen wir augenscheinlich kaum etwas gemeinsam hatten. Egal ob im Norden oder Süden, Westen oder Osten, in Österreich, Deutschland, den Niederlanden, überall konnten wir feststellen, dass sich die Befürchtungen über andere Leute nicht bestätigten. Die meisten Klischees und Vorurteile, die man als Deutscher über Deutsche hat, sind wohl einfach nur genau das: Klischees und Vorurteile. 

Den kompletten Beitrag kannst du hier lesen:

www.rundumdeutschland.de


Über die Autoren. Moin, wir sind Erik, Felix und Henrik, haben im letzten Jahr unseren Schulabschluss gemacht und wollten auf Reise gehen. Wir fuhren im Sommer 2020 mit dem Fahrrad durch Deutschland, um euch unter anderem für den pandemiebedingt doch etwas eingeschränkten Reise-Sommer zu inspirieren. Dabei orientierten wir uns grob an der deutschen Grenze und machten kleinere Abstecher in Deutschlands Nachbarländer, sofern dies möglich war.

Alle Fotos © rundumdeutschland.de

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